Belecker Kultur- und Heimatverein setzt digitale Archivierung fort

Der Kultur- und Heimatverein BADULIKUM e. V. hat seit 2013 nicht nur die ersten beiden Bände der Reihe “Belecke. Lebendige Geschichte.” herausgebracht, er hat sich auch bemüht, die vergriffenen Bücher über die Stadt Belecke wieder nutzbar zu machen. So finden sich auf der Homepage des Vereins “www.badulikum.de” bereits seit einiger Zeit das Buch “Belecke 938-1938” und die Festschrift “1000 Jahre Bad Belecke”.

Jetzt stellt der Verein auch das Buch “Praesidium Baduliki” online, das auf eine 1966 entstandene Anregung von Bürgermeister Löbbecke und Stadtdirektor Klasmeier zurückgeht. Vor 50 Jahren also wurde der Ratsbeschluss gefasst, dieses Buch zu verfassen, vier Jahre arbeiteten der damalige Vorsitzende des Kulturausschusses Josef Rubarth und viele andere an dem Werk, Weihnachten 1970 erschien es zunächst zum Subskriptionspreis von 19,80 DM, ab dem 01.01.1971 dann für 24,50 DM in einer Auflage von 3000 Stück. Joseph Friederizi, damals Rubarths Stellvertreter im Kulturausschuss, erinnert sich, dass von der hohen Auflage durch gezielte Informationen für alle Belecker Haushalte bereits zu Weihnachten 1970 viele Bücher verkauft wurden, die wenigen verbliebenen Exemplare wurden bis in die 1980er Jahre zu besonderen Anlässen verschenkt. So ist das Buch heute vergriffen und steht jetzt den geschichtsinteressierten Lesern in zwei Ausgaben auf der Homepage zur Verfügung: als PDF-Datei mit allen Abbildungen und als Textdatei im Format WORD .doc mit einer modernen Suchfunktion.

Neu auf unserer Homepage

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Der Belecker Kultur- und Heimatverein Badulikum e. V. hat im Jahre 2015 seinen thematischen Schwerpunkt auf das Gedenken an das Kriegsende vor genau 70 Jahren und die vorangegangene 12jährige Nazidiktatur gelegt. Die ausgesprochen gut besuchte Auftaktveranstaltung am Osterdienstag zum 7. April 1945, dem Tag der Belecker Kapitulation, belegt, dass der Vorsitzende Hans-Jürgen Raulf und seine Vorstandskollegen den „Nerv“ damit getroffen haben. Weiterlesen

„Unsere Welt ist Karneval“ – das neueste Belecker Buchprojekt biegt auf die Zielgerade ein

Umschlag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit über anderthalb Jahren schon arbeitet ein siebenköpfiges Redaktionsteam mit Hilfe unzähliger Unterstützer an dem 2. Band der vom Kultur- und Heimatverein Badulikum herausgegebenen Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte“. Der Titel dieses Bandes lautet „Unsere Welt ist Karneval“ und spricht damit vielen Beleckerinnen und Beleckern aus dem Herzen. Herausgeber des Einzelbandes werden die Große Belecker KG von 1905 in ihrem 111. Jubeljahr einerseits und der Juka `56 im 60. Jahr seines Bestehens andererseits sein. Das neueste Buchprojekt biegt, passend zur gerade begonnen 5. Jahreszeit, nun langsam auf die Zielgerade ein, auch wenn das Werk erst in einem Jahr erscheinen wird. Die Buchvorstellung ist bereits auf Samstag, den 21. November 2015, also zu Beginn der doppelten Jubiläumssession, terminiert. Wer stets aktuell wissen will, wie es um das Projekt steht, kann sich demnächst auf einer eigens eingerichteten Homepage informieren, die in Kürze „online“ geht (wir berichten noch). Weiterlesen

Belecker Geschichte, Teil 6

logo-1075-jahre-beleckeVom Wiederaufbau bis heute

Schon bald nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht begann der Wiederaufbau in Belecke. Der Arnsberger Regierungspräsident Fritz Fries entbot den zurückkehrenden Soldaten den “Gruß der Heimat”, indem er ihnen zurief:
“Heimkehrende Söhne Westfalens!
Ihr habt die Kraft zum Sterben aufgebracht,
bringt nun auch den Mut zum Leben auf!”
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Geschichte von Belecke, Teil 5

logo-1075-jahre-belecke1Von der Weimarer Republik bis zur Kapitulation

Der 1. Weltkrieg war zu Ende, die erste Republik, die man die „Weimarer Republik“ nennen sollte, war gegründet. Überlebenswichtig waren in dieser Zeit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Hier freute man sich in Belecke im Jahre 1921 über die Eröffnung der Baustofffirma Risse-Osterholt. Doch schon wenige Jahre später brach große Arbeitslosigkeit über Belecke und Umgebung herein: 1924/25 schloss die Westfäliche Union im Westertal ihre Pforten und entließ 240 Arbeiter, davon allein ca. 160 Männer aus Belecke. Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 tat ihr übriges. Weiterlesen

Geschichte von Belecke, Teil 4

Belecke wird preußisch

logo-1075-jahre-belecke1Lange währte die hessische Zeit nicht. Schon am 13. Juli 1816 gelangte Belecke nach Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht von Leipzig – an der auch zwei Freiwillige aus Belecke zusammen mit einigen Männern aus Hirschberg in Form einer “compagnie Wehrmänner” teilnahmen (18. Oktober 1813) – durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses zur Neuordnung Europas mit den übrigen Gebieten des vormaligen Herzogtums Westfalen rechtlich endgültig an das Königreich Preußen. Faktisch war es diesem bereits im Juni 1815 einverleibt worden war. Zahlreiche wirtschaftliche Entwicklungen und politische Reformen wurden nun angegangen. So wurde von 1823 bis 1826 die Verbindungsstraße Meschede-Belecke-Lippstadt errichtet. Weiterlesen

Halbzeit: Neues Belecker Buch “Zeitreise”

logo-1075-jahre-belecke1Neues Belecker Heimatbuch Buch „Zeitreise“ noch bis Ende April zum Vorzugspreis

um diesjährigen Ortsjubiläum „1075 Jahre Belecke“ beginnt der Kultur- und Heimatverein Badulikum die neue Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte.“ Unter dem Titel „Zeitreise“ wird zum Sturmtag der I. Band herausgegeben. Mit über 85 wichtigen ortshistorischen Daten führt das Buch vom Jubiläumsjahr 2013 auf 208 Seiten zurück in das Jahr 938. Zu jedem Datum wird auf zwei Seiten eine Abbildung, z. B. eine Urkunde, ein Denkmal oder eine historische Persönlichkeit, präsentiert und eingängig erläutert. Das Buchformat ist mit 24,5 cm x 17,5 cm ausgesprochen handlich und kann in einer Sonderaktion seit Ende Februar zum Vorzugspreis von 12,00 € vorbestellt werden. Diese Aktion läuft noch bis zum 30. April 2013. Weiterlesen

Geschichte von Belecke, Teil 3

Von der Neuzeit bis ins beginnende 19. Jahrhundert

logo-1075-jahre-beleckeDie Neuzeit, also die Jahre ab ca. 1550, brachten ein einschneidendes, fürchterliches Ereignis nach Belecke: Das Pestjahr 1599 (von lat. “pestis” = Seuche). Es wurden ca. 260 Personen und damit über die Hälfte der Einwohner hinweggerafft. Um die Stadt und ihre Gehöfte und Handwerksbetriebe wieder mit tatkräftigen Frauen und Männern zu besetzen, wurden von auswärts Personen aufgenommen, ohne dass diese das obligatorische Bürgergeld zahlen mussten.

Diesen Neubürgern waren nur wenige Jahre friedlichen Neuaufbaus vergönnt: Schon im Jahre 1618 brach der 30jährige Krieg aus, der das Sauerland zwar von unmittelbaren Kriegshandlungen verschont ließ, aber durch Einquartierungen von Freund und Feind gleichermaßen in Mitleidenschaft zog. Hier war für Belecke besonders die Nähe zu dem nicht unbedeutenden Rüthen von Nachteil. Mehrmals wurde Belecke heimgesucht von marodierenden Söldnerheeren sowohl der Katholischen Liga als auch der Protestantischen Allianz. Im Jahre 1636 kam es zu grausamen Gemetzeln an Frauen, Kindern und Alten durch hessische Hasadeure. Im gleichen Jahr schlug auch noch einmal die Pest zu und riss Propst und Kaplan hinfort; 17 Hausstätten von insgesamt 76 lagen leer und verwahrlost darnieder. Das Kriegsende anno 1648 brachte zunächst keine Entspannung für Belecke, denn noch zwei Truppen bei Rüthen, und 1651 mussten für hessische Truppen zusammen mit Rüthen, Kallenhardt, Hirschberg, Warstein, Mellrich und Körbecke hohe Kriegskontributionen aufgebracht werden. Weiterlesen

Geschichte von Belecke, Teil 1

logo-1075-jahre-belecke1Die Ursprünge an Möhne und Wester

Belecke feiert in diesem Jahr den 1075. Jahrestag seiner urkundlichen Ersterwähnung im Jahre 938 n. Chr. In loser Folge wollen wir über die Geschichte dieses Ortsteils der Stadt Warstein berichten. Eine Geschichte, die schon weit vor dem Jahre 938 n. Chr.  begann.. Denn schon etwa 2000 v. Chr. sind die ersten menschlichen Spuren im Möhnetal nachgewiesen. Die Frage nach der frühesten Besiedlung Beleckes, also der Gründung eines Ortes, ist aber letztendlich nicht geklärt. Die Quellen schweigen hierzu. Weiterlesen