Ausstellungsobjekte, Dokumente und alte Fotos gesucht

Seit Herbst 2019 arbeitet der Kultur- und Heimatverein Badulikum an seinem neuesten Projekt, der Öffnung des alten Stollenbunkers im Propsteiberg, dessen Eingang sich auf dem Gelände “Stütings Mühle” befindet. Nachdem der Bunker gesichert, vermessen und begehbar gemacht worden ist, steht jetzt der nächste Schritt an, die Konzeption einer Ausstellung zur Geschichte des Luftschutzbunkers. Dazu bittet der Kultur- und Heimatverein alle Belecker Bürgerinnen und Bürger (und gerne auch darüber hinaus), nach Ausstellungsobjekten, Dokumenten und alten Fotos aus der Zeit von 1933 – 1945 zu suchen und diese dem Verein zur Verfügung zu stellen, denn eine Ausstellung lebt vom unmittelbaren Bezug zur Zeit und zum Ort. Auch wenn es nicht immer leicht ist, gerade wenn es um die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges geht, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen, hofft der Kultur- und Heimatverein, mit diesem Aufruf zahlreiche bis jetzt nicht bekannte Objekte, Fotos und Dokumente für die Ausstellung zu erhalten.

Falls Sie dem Verein Dinge zur Verfügung stellen können und wollen, rufen Sie bitte den Vorsitzenden H.-J. Raulf (02902/75963) oder den Schriftführer A. Feller (02902/71704) an oder senden Sie eine Mail an info@badulikum.de.

Foto:   T. Schöne
Mitglieder des Badulikum-Bauausschusses werben vor dem Eingang des Stollenbunkers an Stütings Mühle um historische Materialien

Kultur- und Heimatverein lädt zur Mitgliederversammlung ein

Am Freitag, dem 10.07.2020 wird um 19.30 Uhr in der Neuen Aula in Belecke die diesjährige Mitgliederversammlung des Kultur- und Heimatvereins BADULIKUM nachgeholt, die coronabedingt am 26.03.2020 abgesagt werden musste. Neben den satzungsmäßig vorgeschriebenen Regularien und Wahlen werden die Mitglieder u.a. über die laufenden Projekte des Vereins informiert. Besondere Bedeutung hat in diesem Jahr der TOP 9, die Beratung und Beschlussfassung zur Änderung der Satzung, die u.a. notwendig wird, um die alten und neuen Aktivitäten des Vereins auf dem Gelände des Ensembles “Stütings Mühle” in der Satzung zu verankern.

Die Einladung und die Tagesordnung zur Versammlung können auf der Homepage des Vereins: “www.badulikum.de” eingesehen, Ergänzungen der Tagesordnung bis zum 03.07.20 schriftlich beim Vorstand beantragt werden.

Der Vorstand des Kultur- und Heimatvereins weist darauf hin, das die Mitgliederversammlung nach den Vorgaben der CoronaSchVO NRW (u.a.§13,(3),2) stattfinden wird und lädt alle Vereinsmitglieder herzlich zu dieser Versammlung ein.

Mit freundlichen Grüßen

Kultur- und Heimatverein BADULIKUM

Werkstattgespräch in Belecke zur Westerrenaturierung findet morgen an Stütings Mühle statt

Das 11. Werkstattgespräch des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e. V. (KuH) findet am 17. Juni, um 19:00 Uhr an Stütings Mühle statt. Hauptthema ist die attraktive und ökologisch wertvolle Westerrenaturierung von der Paul-Gerhardt-Straße bis hin zu Stütings Mühle. Kurz dargestellt werden noch der neue Westertal-Radweg und der Sachstand zum Historischen Informationszentrum mit dem Weltkriegsbunker.

Die Veranstaltung soll ca. 1 Stunde dauern und nach Möglichkeit im Freien nach Coronavorgaben durchgeführt werden. Für die Teilnehmer gilt also: Bitte regenfeste Kleidung! Lediglich bei einem Unwetter müsste das Werkstattgespräch auf einen späteren Termin verschoben werden, was aber nur kurzfristig entschieden werden kann. Der KuH bittet um Verständnis.

Belecker Werkstattgespräch zur Westerrenaturierung

„Zurück zur Natur – die Westerrenaturierung in Belecke“ – das ist das Thema des 11. Werkstattgespräches des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e.V. (KuH), zu dem die Bürgerschaft aus Belecke und der ganzen Stadt Warstein eingeladen ist. Dipl.-Ing. Wolfgang Klein vom Ing.-Büro Klein für Wasserwirtschaft und Gewässerökologie aus Allagen wird gemeinsam mit Philipp Büngeler, Mitarbeiter des Sachgebietes Wasserwirtschaft des Kreises Soest, über die erfolgten und noch ausstehenden Arbeiten zur Renaturierung des Wester-Flussbettes zwischen Paul-Gerhardt-Straße und Stütings Mühle am 17.06.2020 um 19.00 Uhr auf dem Gelände „Stütings Mühle“ berichten.

Im ersten Bauabschnitt wurde bereits der sog. „Kleinen Wester“ durch eine Laufverlängerung und Bodenabtrag in der Aue die Möglichkeit zur freien, eigendynamischen Entwicklung zurückgegeben. Gleichzeitig wurde der Hochwasserschutz an Stütings Mühle und der dortigen Stadtbücherei verbessert durch den Wasserrückhalt in der Aue und die Hochwasserverwallung an Stütings Mühle in Verbindung mit Drainageleitungen im Platzuntergrund. Die nötige Baustraße konnte als Unterbau für den neu angelegten Westertalradweg weiterverwendet werden, der von der Stadt Warstein errichtet wurde und auf dem seitens des Ortsvorstehers Heiner Maas in dem Werkstattgespräch auch kurz eingegangen wird.

Im nunmehr laufenden zweiten Bauabschnitt geht es um die Anlage einer Flutmulde zur Ableitung von Hochwassermengen an der Mühle vorbei, begleitet durch die Schaffung einer „Fischtreppe“, um eine entsprechende Durchlässigkeit zu erreichen. Die Flutmulde soll durch den Bau einer Brücke gequert werden können.

Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des KuH, freut sich auf das 11. Werkstattgespräch: „Die Westerrenaturierung, begleitet durch ihre Erlebbarmachung mit dem Westertalradweg, wertet das Gelände an Stütings Mühle und dessen südliche Bereiche bis zur Paul-Gerhardt-Straße erheblich auf. Wir bedanken uns schon heute bei Herrn Klein und seinem Büro für die geleistete Arbeit und sehen voller Interesse seinen fachkundigen Ausführungen und denen von Herrn Büngeler vom Kreis Soest entgegen.“ Weiterhin wird vom KuH über den Stand der Arbeiten am Informationszentrum für Heimatgeschichte (“IZH”) informiert.

Der Zugang zum Gelände ist wegen der Bauarbeiten über den Platz vor dem Ortsvorsteher-Büro. Die Besucher werden gebeten, den Hinweisschildern zur Bücherei zu folgen.

Fotos:   Büro Klein, Allagen

Beispiele der gelungenen Westerrenaturierung in den Auen zwischen Stütings Mühle und Paul-Gerhardt-Straße

Lebendige Geschichte in Belecke

Stadt Warstein überträgt wirtschaftliches Eigentum an Teilen von Stütings Mühle auf den Kultur- und Heimatverein Badulikum

Warstein, 10. Juni 2020. In der 45. Ratssitzung am 2. März 2020 entschied der Rat der Stadt Warstein, die Stadt möge mit dem Kultur- und Heimatverein Badulikum e.V. (KuH) einen Vertrag zur Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an einigen Gebäuden und Anlagen übertragen, die zum Gesamtensemble Stütings Mühle gehören. Dieser Vertrag wurde nunmehr unterzeichnet. Die Stadt erspart dadurch Unterhaltungs- und Verwaltungsaufwendungen und muss auch nicht, wie schon derzeit vom KuH durchgeführt, das Dach im Sägebereich erneuern. Hier investiert der KuH über 190.000 €, gefördert von dem NRW-Programm „Heimatzeugnis“ in Höhe von 90 % der Investitionssumme. Durch die wirtschaftliche Eigentümerstellung des KuH erhält dieser seinerseits weitestgehende Selbständigkeit in der Unterhaltung und Verwaltung der übertragenen Gebäude. Ihm steht damit auch die neue höhere Einspeisevergütung zu, die aus der unlängst – übrigens auch schon auf Vereinskosten – angeschafften neuen Turbine zu, die aus Wasserkraft Strom erzeugt. Zudem hat ein privater Verein deutlich bessere Möglichkeiten, Fördermittel zu beantragen. Hierdurch könnte das geplante „Informationszentrum für Heimatgeschichte Stütings Mühle“, zu dem auch ein Luftschutzbunker aus der Zeit des II. Weltkrieges gehört, in der Zukunft weiter attraktiviert werden.

Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Stefan Redder meint: „ Das ist eine klassische Win-win-Situation für Stadt und Verein. Das kulturelle Erbe ‚Stütings Mühle‘ wird für die gesamte Bürgerschaft gesichert und erlebbar gemacht.“ KuH-Vorsitzender Hans-Jürgen Raulf ergänzt: „Wir freuen uns, dass das persönliche und finanzielle Engagement des KuH durch die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums eine besondere Würdigung der Stadt Warstein erfährt und freuen uns nun, diese neue Selbständigkeit zum Wohle Aller nutzen zu können.“

Foto:     Stadt Warstein
Bei der “coronagerechten” Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.) Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Stefan Redder, Fachbereichsleiterin Sabine Leitner, KuH-Vorsitzender Hans-Jürgen Raulf und 1. stv. KuH-Vorsitzender Rolf Jesse

Ministerin Scharrenbach überzeugt sich vom Baufortschritt des Informationszentrums für Heimatgeschichte

Engagement des Kultur- und Heimatvereins Badulikum wird gewürdigt

Das hat man auch nicht alle Tage: Mit Salutschüssen der Belecker Sturmtagskanoniere wurde Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, begrüßt. Im September hatte das Ministerium eine großzügige Zuwendung aus dem Förderprogramm “Heimat-Zeugnis” bewilligt. Mit ihr wird die finanzielle Grundlage gelegt für die Schaffung eines “Informationszentrums für Heimatgeschichte” (Arbeitstitel) im historischen Gebäudekomplex Stütings Mühle in Warstein-Belecke. Die Ministerin ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich über den Baufortschritt zu informieren. Damit würdigt sie auch das persönliche und finanzielle Engagement des Kultur- und Heimatvereins Badulikum, der sich um das im Eigentum der Stadt Warstein stehende Ensemble liebevoll kümmert. 

Der Kultur- und Heimatverein Badulikum hat sich zum Ziel gesetzt, ein Informationszentrum zu schaffen, in dem Themen wie Heimatgeschichte in den Kriegsjahren, Sägen mit Wasserkraft, ökologische Stromgewinnung mit Wasserkraft sowie gelebter und praktizierter Denkmalschutz zusammengeführt und anschaulich präsentiert werden. Im Fokus steht aktuell, einen Luftschutzbunker aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, dessen Eingang am Gebäudekomplex “Stütings Mühle” liegt. “Wir wollen diesen außerschulischen Lernort unter anderem den Schulen und geschichtsinteressierten Gruppen als Ort anbieten, an dem Geschichte wieder lebendig wird”, erläutert Hans-Jürgen Raulf als Vorsitzender von Badulikum. Dieses Konzept überzeugte auch die Landesregierung, die das ehrgeizige Projekt mit 173.250 Euro fördert.

Bei einem Rundgang konnte sich die Ministerin ein Bild machen von den zahlreichen geplanten und in ehrenamtlicher Arbeit schon durchgeführten Maßnahmen, beispielsweise der aufwändigen Sanierung des Daches des Sägegatters oder vom aktuellen Stand der Ausbauarbeiten am Bunker. Sichtlich beeindruckt sagte Ina Scharrenbach: “Die Landesförderung ist gut angelegtes Geld. Die Arbeit, die Sie leisten, ist ungemein wichtig, und die Zeit, die Sie investieren, ist unbezahlbar.”

Im Anschluss daran trug sich Ministerin Ina Scharrenbach in das Goldene Buch der Stadt Warstein ein.

Foto: msb

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, besichtigte den Gebäudekomplex “Stütings Mühle” in Warstein-Belecke, an dem der Kultur- und Heimatverein Badulikum aktuell ein Informationszentrum für Heimatgeschichte einrichtet