Der 569. Belecker Sturmtag naht

Bürgermeister, Ortsvorsteherin und Badulikum-Vorsitzender laden zur Teilnahme ein

Auf das Jahr 1448 führen die Belecker eine der traditionsreichsten Veranstaltungen in der Stadt Warstein zurück: Die Erinnerung an den vergeblichen Versuch marodierender Soester Horden, die Belecker Altstadt einzunehmen und zu plündern. Schon am Vorabend des diesjährigen Festes, am 30. Mai 2017, singen ab 20:00 Uhr die Belecker Nachtwächter stündlich ihr Stundenlied am Wilkeplatz, um Bevölkerung und Gäste der Badestadt auf das bevorstehende Ereignis einzustimmen.

Am Mittwoch, den 31. Mai 2017, wird um 5.00 Uhr durch Böllerschüsse der Sturmtagskanoniere an Stütings Mühle an den Sturmtag erinnert. Die Böllerschüsse wiederholen sich bis 8.00 Uhr alle 15 Minuten. Alle Besucher können sich bei einem rustikalen Sturmtagsfrühstück am Sägegatter satt essen. Um eine Spende wird gebeten.

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Beleckes „Wirtschaftswunder“

Im Rahmen der Sturmtagsfeier wurde ein Blick in die lebendige Geschichte Beleckes geworfen. Wie sah die Versorgung in den letzten 70 Jahren in unserer Heimatstadt aus? Handwerksbetriebe und die ortsansässige Industrie boten der Bevölkerung Arbeit und Brot vor Ort.

Die Grundnahrungsmittel wurden zum großen Teil durch die heimischen Landwirte erzeugt.

Traditionsbäckereien wie Hense, Humpert, Hoppe sorgten für das tägliche Brot. Die Konsumgenossenschaft und viele kleine Läden wie Scheffel, Birkenhauer, Gödde, Spuiker, Hoppe, Rafalcik, Risse oder Schmitz sicherten die Grundversorgung mit Lebensmitteln.

Das Leben spielte sich in der Kirchengemeinde, den Vereinen und in einer unglaublichen Anzahl von Kneipen ab. Daher sprechen wir heute Abend über Beleckes Wirtschaftswunder. Wir hatten 22 Kneipen, Gaststätten und Cafe´s, die auch eine gewisse Grudversorgung sicherten.

Diese wollen wir heute Abend gemeinsam besuchen und uns gern an die eine oder andere Anekdote erinnern.

Folgen sie der Präsentation.

 

Frühstücken, Böllern – und „wirtschaftswundern“:

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Der 567. Belecker Sturmtag

Am Sturmtag 20. Mai 2015 erinnern die Belecker traditionell an die tapfere und erfolgreiche Verteidigung der Stadt Belecke zur Zeit der Soester Fehde im Jahre 1448, als man in Treue zum kurkölnischen Landesherrn die abtrünnigen Soester verjagte. Der sog. „Sturmtag“ jährt sich 2015 zum 567. Male.

Viele Belecker Vereine und Gruppen gestalten den abwechslungsreichen Festtag, der schon um 5.00 Uhr morgens mit Kanonenböllern an Stütings Mühle seinen lautstarken Anfang nimmt.

Die Belecker Sturmtagskanoniere haben wieder ihr immer beliebter werdendes Sturmtagsfrühstück vorbereitet. Das Sakralmuseum „Schatzkammer Propstei“ ist von 15.00 bis 17.00 Uhr mit einer Sonderausstellung der Brüder Sprenger geöffnet. Ein Mitmachzauberer wird ab 15.00 Uhr in der Stadtbücherei „Stütings Mühle“ die Kinder in seinen Bann ziehen.

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Bürgermeister-Wilke-Preis geht an die Laienspieler

Auf den Brettern stehen die Belecker Laienspieler schon seit 50 Jahren, aber beim 566. Sturmtag führten sie nicht nur die Verleihung der Stadtrechte aus dem Jahre 1296 in altertümlichen Kostümen vor, sie standen auch danach im Mittelpunkt des Sturmtagsfeier auf der neuen Naturbühne an Stütings-Mühle 

Als ihnen Kultur- und Heimatvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Raulf den Bürgermeister-Wilke-Preis überreichte war die Freude riesig und die vielen Belecker Bürgerinnen und Bürger applaudierten. Stellvertretend für die über 300 Schauspieler, die seit 50 Jahren auf den Belecker Bühnen standen, erhielt Heiner Maas die Urkunde und Medaille. Bernhard Müller, Betty Römer, Michaela Scheppelmann und Gabriele Schmitz freuten sich über Blumen.

Die Entstehung und Werdegang begann 1964 mit Bruno Römer, ein leidenschaftlicher Schauspieler, er suchte Mitstreiter und unter seiner Regie wurde noch im gleichen Jahr das Theaterstück „Krach um Jolanthe“ aufgeführt und der Grundstein war gelegt. Zehn Jahre später, großartige Inszenierung „Im weißen Rössl“, ebenfalls mit Bruno Römer. 1981 fand man mit Bernhard Müller einen neuen Spielleiter, sein Einsatz und Engagement bei der Auswahl der Stücke war großartige, auch er schlüpfte immer wieder in eine Theaterrolle. In den 90er Jahren kam mit Heiner Maas ein weiterer Spielleiter hinzu und von da an teilten sich die beiden die Verantwortung. 1998 zog sich Müller zurück und überliess den Jüngeren das Spielfeld.

Gabriele Schmitz und Michaela Scheppelmann teilten sich nun mit Maas die Arbeit und dieser Spielerleiterwechsel dauerte bis 2011. Jetzt leitet Maas die Arbeit der Laienspieler allein. Man glaubt nicht wie viele Schauspieler es in Belecke gibt, es sind weit über 300, die in den letzten 50 Jahren auf der Bühne standen und für die Theaterbesucher ist es immer wieder eine bekannte Persönlichkeit auf der Bühne zu sehen und zu erleben.

Für die Gruppe um Heiner Maas war es immer wieder eine Selbstverständlichkeit, bei Stadtfesten, Jubiläen und geschichtlichen Ereignissen Theaterstücke, Straßentheater , Straßenmusik oder Kasperletheater für Kinder vorzutragen. Hans-Jürgen Raulf wünschte den Laienschauspielern viel Phantasie und dass sich die Belecker noch auf zahlreiche Kulturbeiträger freuen dürfen, möge die Verleihung des Bürgermeister-Wilke-Preises eine Aufforderung dazu sein. Die Belecker werden es ihnen auch in Zukunft danken.

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Die Sturmtagsfeier wurde vor der offiziellen Übergabe des Bürgermeister-Wilke-Preises mit einem Festhochamt auf der neuen Bühne mit Pastor Markus Gudermann und Diakon Winfried Heine eröffnet. Weit über einhundert Belecker nahmen, regengeschützt unter Zelten teil. Alle Belecker Chöre und die Musikvereinigung Belecke bildeten den musikalischen Rahmen. Unter de, Titel „mit Pulverdampf und Böllerknall“ gab Kanonier Erwin Grewe einen humorvollen Einblick in die Geschichte des Schiesspulvers und erzählte Anekdoten der Sturmtagskanoniere der letzten 26 Jahre.

Bevor es zum gemütlichen Dämmerschoppen überging, beendeten die Nachtwächter mit ihrem Stundenlied die Feier. (msp)

Bürgermeister-Wilke-Preis 2012

Der Bürgermeister-Wilke-Preis 2012 geht an die Bürgerschützengesellschaft Belecke/Möhne e.V. 1712

Schon in den Vorbereitungen zu den Sturmtagsfeierlichkeiten des Jahres 2012 war den Verantwortlichen klar, dass das außergewöhnliche 300-jährige Jubiläum der „Bürgerschützengesellschaft Belecke/Möhne e.V. 1712“  einen besonderen Akzent am Sturmtag darstellen sollte. Daher wurde mit Herrn Bodo Zapp ein Festredner ausgewählt, der das Thema „Schütze-Bürger-Stadt, bürgerschaftliches Engagement heute und morgen“ in einem launigen Vortrag den Anwesenden der Sturmtagfeier nahe brachte. Dass der Beirat des Kultur- und Heimatvereins Badulikum  auch die Bürgerschützengesellschaft im Jahre 2012  einstimmig zum Preisträger des Jahres 2012 erkoren hatte, war für viele eine logische Konsequenz.

Allerdings, so führte der neue Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, Hans-Jürgen Raulf, bei seiner ersten Verleihung eines Bürgermeister-Wilke-Preises  aus, sei das Jubiläum der Bürgerschützen nicht der Grund für die Preisverleihung, sondern es sei der Anlass um Danke zu sagen für jahrzehntelanges Engagement in unserer Heimatstadt Belecke.  Und so war es wohl auch mehr als nur eine nette Geste, dass neben dem amtierenden Oberst Hubert Gauseweg und dem 2. Vorsitzenden Rüdiger Schulte auch der Ehrenoberst Gerd Kussmann und der Ehrenrendant Rainhard Brunnert bei der Preisverleihung auf der Bühne standen um gemeinsam die Ehrungen stellvertretend für alle Schützenbrüder in Empfang zu nehmen.

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Belecker Sturmtag am 23.05.2012 mit Festredner Bodo Zapp

Traditionell wird die Belecker Bevölkerung am Mittwoch vor Pfingsten ab 5,00 Uhr morgens durch Böllerschüsse der “Belecker Sturmtagskanoniere” an die Ereignisse des Jahres 1448 erinnert, als Bürgermeister Wilke bei der Verteidigung Beleckes während der Soester Fehde sein Leben verlor. Wie in den vergangenen Jahren richtet der “Kultur- und Heimatverein Badulikum” in enger Abstimmung mit der Ortsvorsteherin den Sturmtag in gewohnter Manier aus und lädt die Bevölkerung ein, an diesem einzigen Belecker Gedenktag nicht nur am morgentlichen Böllern teilzunehmen.

Auch zu dem Festhochamt um 18,30 Uhr in der Propsteikirche und dem von allen Belecker Vereinen mitgestalteten Heimatabend in der Schützenhalle ist die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen. Einen besonderen Akzent erhält dieser Heimatabend durch einen Festvortrag von Herrn Bodo Zapp, dem ehemaligen Chefredakteurs der Westfalenpost, der anlässlich  des  300-jährigen Bestehens der Bürgerschützengesellschaft Belecke zum Thema „Schützen-Bürger-Stadt, bürgerschaftliches Engagement heute und morgen“ sprechen wird.

Außerdem soll an diesem Abend  wieder der “Bürgermeister-Wilke-Preis” an eine Person oder Gruppe verliehen werden, die sich um Belecke in besonderer Weise verdient gemacht hat.

Bereits am Vorabend kündigen die Belecker Nachtwächter in der Belecker Innenstadt durch das Singen der Stundenlieder den bevorstehenden Sturmtag an.