Belecker Platt bleibt lebendig

Vorverkauf des Buches „Uese Biäelske Platt“ hat begonnen

In der vergangenen Woche begann der Vorverkauf von Band III der Belecker Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte.“ Der neueste Band, herausgegeben von Peter Wessel, beschäftigt sich mit der plattdeutschen Sprache in der ehemaligen Badestadt, was unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Erzählungen aus der Geschichte und dem Brauchtum Beleckes, auf der jeweils gegenüberliegenden Seite ins Hochdeutsche übersetzt. Aber auch allgemeine Ausführungen zur Historie der niederdeutschen Sprache sowie zu Grammatik und Sprachlehre beinhaltet das Buch. Hans-Jürgen Raulf, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e.V. (KuH), ergänzt: „Als besonderes Highlight findet man, in das Buch eingeheftet, eine CD mit verschiedenen Hörproben aus unserem plattdeutschen Buch. Immerhin 3½ Stunden gesprochenes und gesungenes Plattdeutsch sind dabei unter Mithilfe vieler Akteure zusammen gekommen!“ Weiterlesen

Beleckes Geschichte bleibt lebendig

Band III zur plattdeutschen Sprache in Kürze fertig / Vorverkauf startet am 4. Oktober

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Werbeplakat für Band III der Reihe „Uese Biäelske Platt“

„Uese Biäelske Platt“, das ist der Titel des neuesten Bandes der Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte.“ Es handelt sich bereits um den dritten Band der von dem Kultur- und Heimatverein Badulikum e. V. herausgegebenen Buchreihe, die im Jubiläumsjahr „1075 Jahre Belecke“, also 2013, begonnen wurde. Jeder Band widmet sich einem speziellen Thema. In Band I, herausgegeben von Werner Rellecke, war es eine Zeitreise vom Jahr 2013 in das Jahr 938. Band II widmete sich im Jubiläumsjahr der beiden Belecker Karnevalsvereine der Geschichte der Belecker Fastnacht und wurde von GBK und JuKa `56 herausgegeben. Der nun zur Veröffentlichung vorgesehene Band III macht auf unterschiedlichste Art und Weise die plattdeutsche Sprache, wie sie in Belecke noch hier und da gesprochen wird, lebendig und wird von Peter Wessel herausgegeben.

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Digitale Zeitreise: – Historische Zeitungen aus NRW gehen online

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern? Von wegen! Historische Zeitungen bieten kulturhistorische Informationen, dokumentieren das Weltgeschehen und sind auch noch nach vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten aussagekräftige Zeugen des Alltags. „Gibt es das auch digital?“, lautet inzwischen eine der meistgestellten Fragen im Institut für Zeitungsforschung an der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund.

Die Antwort lautet: Ja! Ab heute ( 04.07.18 ) kann auch die historische Presse Nordrhein-Westfalens online gelesen werden. Das digitale Zeitungsportal zeit.punktNRW, in dem die ersten regionalen Titel abrufbar sind, ist ab heute online. Den „roten Knopf“ drückte Beate Möllers vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das das Verbundprojekt der Universitäts- und Landesbibliotheken Bonn und Münster und des Archiv- und Fortbildungszentrums des Landschaftsverbands Rheinland fördert.

Das Angebot ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Die Nutzerinnen und Nutzer haben verschiedene Möglichkeiten, im Portal zu suchen: über den Zeitungstitel, über einen bestimmten Zeitraum, über einen Ort oder eine Karte.

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Neue Stromerzeugung an Stütings Mühle

Neue Turbine in Stütings-Mühle eingebaut

Strom produzierte man schon seit 1905 in Stütings-Mühle. Zunächst nur für den eigenen Betrieb und später auch für die erste Straßenbeleuchtung in der Bahnhofstraße. Doch um 1960, als der letzte Müller Beda Stüting verstarb und das Gebäude abgerissen wurde, lag alles brach. Doch die Stromerzeugungsanlage blieb erhalten und wurde 1964 überarbeitet, es wurde sogar ein neuer Generator eingebaut.

Mit Erich Kaup, ein gewiefter Techniker, der sich mit alternativen Energien schon lange befasste, fand der Arbeitskreis Mühlrad den richtigen Mann. Mit ihm erneuerten sie 1991 die Turbinensteuerung und für die Stromerzeugung und nutzten den Generator von 1964. In die Anlage wurde eine neue Rechenanlage eingebaut und zusammen mit den Wehren funktionierte alles vollautomatisch. Seit dem diese, für die damalige Zeit hochmoderne elektrische Steuerung eingebaut ist, produzierte die Anlage jedes Jahr 120000 bis 150000 Kilowattstunden Strom.

Dass liegt jetzt 27 Jahre zurück und die bewährte Technik wurde in den letzten Jahren immer anfälliger, Ersatzteile waren immer schwieriger zu beschaffen, die Techniker und Bediener der Anlage schieden aus dem ehrenamtlichen Dienst aus. Das Know-How geriet immer mehr in Vergessenheit oder wurde nicht durchgängig dokumentiert. Für das junge Team war es immer schwieriger die Fehler zu beheben.

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Internetportal „Westfälische Geschichte“

Eine fast unübersehbare Fülle von Informationen bietet das Internetportal „Westfälische Geschichte“, das vom LWL betrieben wird.

Wer sich dabei für Veranstaltungen und Publikationen zu diesem Thema interessiert, kann sich für den Newsletter anmelden, der täglich über Austellungen und Vorträge im Einzugsbereich des LWL informiert und regelmäßig alle Zeitschriften und Bücher zur Geschichte Westfalens vorstellt.

Link : http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/haupt.php?urlNeu=

Kultur- und Städtefahrt 2018

Belecker Kultur- und Heimatverein besuchte Göttingen und Schloss Berlepsch
Zum elften Mal in Folge unternahmen die Mitglieder des Kultur- und Heimatverein Badulikum eine Tagesfahrt, diese hatten wieder einmal Rita und Hans-Jürgen Hense perfekt mit den Zielen Göttingen und Schloß Berlepsch vorbereitet.

Nach dem Start in Belecke stand zunächst ein gemeinsames Frühstück auf dem Plan, um dann gestärkt und mit guter Laune die niedersächsische Groß- und Studentenstadt Göttingen mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten zu erleben. In zwei Gruppen geteilt, besuchten die Heimatfreunde die Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern, die Jakobikirche mit ihrer eingewilligten Innenbemalung, das historische Rathaus und sie erlebten auf allen Straßen und Wegen die vielen Fahrradfahrer. Göttingen ist eine Stadt mit 30000 Studenten. Hier wird an 13 verschiedenen Fakultäten gelehrt und geforscht. 44 Nobelpreisträger lebten oder arbeiteten in Göttingen. Dazu gehört auch Gunter Grass, der der Stadt die von ihm selbst entworfene Bronzestatue „Der Butt“ in den 1980er Jahren schenkte.

Nach einer fast zweistündigen Pause, in der sich die Belecker bei herrlichstem Wetter in einem der unzähligen Cafés oder Restaurants über das Gesehene und Erlebte diskutierten, fuhren sie zu ihrem zweiten Ziel, Schloss Berlepsch. Die ehemalige Burg, die erst durch einen geschickten Anbau im 19. Jahrhundert zum Schloss wurde, liegt auf einem kleinen Hügel, mitten in einem Wald mit uralten Buchen und Linden.

Ein bestellter Schlossführer begrüßte die Belecker am Schlosstor und erklärte die verschiedenen Funktionen einer Burg und vor allen Dingen die richtigen Verteidigungsanlagen. Dabei wies er auch auf einen Abort direkt auf der Verteilungsmauer hin. Um das Schloss richtig zu erleben, ging es zunächst über eine stark ausgetretene Wendeltreppe in den Sommersalon, der heute als aussergewöhnliches Standesamt dient. Der Schlossführer brachte mit viel Witz und Humor und einer exzellenten Kenntnis der Personen aus den verschiedenen Jahrhunderten die hier einmal lebten näher. „Viele bekannte Persönlichkeiten, wie Victor von Bülow, bekannt als Loriot, von Bülows als Politiker oder Schauspieler, alle haben sie ihre Wurzeln im Hause Berlepsch“, berichtete er. Im Schloss habe man in den 1950er und 1960er einige der bekannten Edgar Wallace-Filme gedreht. Auch Nadja und Walter Giller waren auf dem Schloss immer gern gesehenen Gäste.

Die Geschichte um das Schloss Berlepsch reiche bis ins 14. Jahrhundert und so nahmen auch einige der Ritter an den Kreuzzügen teil. Vorfahr Hans Sittich von Berlepsch verdanke seinen Namen von den aus dem Orient mitgebrachten Sittichen. Sittiche zieren noch heute das Wappen derer von Berlepsch, und den Namen Sittich finde man immer noch in den Vornamen, führte er weiter aus. Das Schloss Berlepsch dient heute als Restaurant mit einer sehr guten Küche für Events, Hochzeiten oder Geburtstagsfeier und es hat seinen Charme im Nordhessen immer noch. Nach diesen Erlebnissen fuhren die Belecker Heimatfreunde wieder zurück ins Sauerland. (msp)


Foto msp:

die Belecker Heimatfreunde im Innenhof auf Schloss Berlepsch.